„BitterStoff“: Suchtpräventionstheater an der Carl-Dittler-Realschule Remchingen

Kurz vor den Faschings­fe­ri­en ver­sam­mel­ten sich alle 8. und 9. Kläss­ler in der Kul­tur­hal­le Rem­chin­gen, um das Sucht­prä­ven­ti­ons­thea­ter­stück „Bit­ter­Stoff“ der Reha­klink Frei­ols­heim mit­zu­er­le­ben. In die­sem spe­zi­ell für die schu­li­sche Sucht­prä­ven­ti­on erar­bei­te­ten Stück geht es um Dro­gen, ihre Kon­su­men­ten und den Weg vom erst­ma­li­gen Dro­gen­kon­sum zur Sucht. Außer­dem wer­den die phy­si­schen und psy­chi­schen Aus­wir­kun­gen von andau­ern­dem Dro­gen­kon­sum ein­drück­lich dar­ge­stellt. Unter­malt wird das Thea­ter­stück von gefühl­vol­len Lie­dern, die zum Nach­den­ken und Mit­füh­len anre­gen.
Erstaun­li­cher­wei­se waren die Schau­spie­ler alle­samt selbst ehe­ma­li­ge Abhän­gi­ge. Die­se stan­den im Anschluss an das Thea­ter­stück am 11. Febru­ar 2015 den Schü­le­rin­nen und Schü­lern in Gesprächs­run­den (ohne Leh­rer) Rede und Ant­wort. Sie berich­te­ten über ihr Leben als Dro­gen­ab­hän­gi­ge, ihre Ängs­te und die Gefah­ren eines Dro­gen­kon­sums. Auch ihr „neu­es Leben“ nach dem Ent­zug und die schwe­re Pha­se der Wie­der­ein­glie­de­rung wur­den the­ma­ti­siert. Nach der Dis­kus­si­ons­run­de konn­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit blei­ben­den Ein­drü­cken den Nach­hau­se­weg antre­ten.
Für die gro­ße Offen­heit und Bereit­schaft mit den Jugend­li­chen ihre sehr per­sön­li­chen Erleb­nis­se zu tei­len, bedan­ken wir uns ganz herz­lich bei der gesam­ten Thea­ter­grup­pe aus Frei­ols­heim.
Ein herz­li­ches Dan­ke­schön gilt an die­ser Stel­le außer­dem dem För­der­ver­ein der Carl-Ditt­ler-Real­schu­le Rem­chin­gen und der Gemein­de Rem­chin­gen, die durch ihre groß­zü­gi­ge finan­zi­el­le Unter­stüt­zung die­se beson­de­re und inter­es­san­te Ver­an­stal­tung ermög­licht haben.  

Nick Schnei­der, Klas­se 9c